Holger Eckstein | „Sinnvolles Marketing“

Live von der „Contra“ in Düsseldorf am 14.06.18 

Deine Gedanken dazu…

35 Comments

  1. Simone und Jens

    Lieber Holger,
    liebe Diskussionsrunde,
    wiir hatten heute den starken Impuls, die von Holger ins Leben gerufene Diskussionsrunde zu besuchen.
    Was wir hier gelesen haben, hat uns von Herzen gefreut und tief berührt!
    Da ist eine freudige Unruhe in uns, die stark vermuten lässt, dass hier etwas noch Unsichtbares sichtbar gemacht wird.
    Das hier macht noch mehr Mut, in diese Richtung weiter zu gehen!
    „Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt.“ (Mahatma Gandhi)

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    • Holger Eckstein

      Ja, Simone und Jens, das spüre ich auch, und genau das ist auch mein Anliegen hier: EXAKT zu klären, WIE wir sinnvoll (!) uns und unsere Mission vermarkten und anbieten können … im Mindset und in den Methoden … sodass der ganze Vermarktungs- und Verkaufsprozess AUCH Ausdruck tiefer Stimmigkeit und Liebe sind … und sodass Macht, Geld und Fülle einerseits und Sinn, Tiefe, Liebe andererseits eine ozeanisch powervolle Verbindung eingehen und dass durch unser Blut beides stark vereint uns durchströmt und wir es in die Welt weiter fließen lassen … und so Business auf eine Weise neu kreieren, einen neuen Standard einführen, die ersten sind die das öffentlich zeigen usw.

      Es war immer meine Rolle im Leben, als erster durch Türen zu gehen, durch die dann viele nach mir gingen – so etwas Ähnliches scheint sich auch hier zu vollziehen …

      Ich freu mich sehr, wenn es Euch auch öffnet und Mut macht und dabei hilft, Eure Energie und Mission noch freier und mutiger und klarer raus in die Welt und zu denen zu bringen, die Ihr damit bereichern wollt … ZUM WOHL DES GANZEN !!!

      DANKE Euch allen hier – Holger

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  2. Rudolf Martin

    Ja das ist doch ein Tema, welches mich seit Jahren „begleitet“. Es ist immer das selbe. Ich/wir schauen nach aussen – anstatt nach innen. WAS WILL ICH WIRKLICH. Wo bleibt meine Ruhe und Gelassenheit. Wo bleibt meine Authentizität?
    Unsere Ängste, welche auch immer, lassen uns Entscheidungen fällen, welche wir nach kurzer Zeit „bereuen“ und uns darüber ärgern!!! Uns selber verurteilen und klein machen. Aber genau so geht es nicht, so kommen wir nicht aus unserem Hamster-Rad.
    Lass dir bei solchem Druck oder Kauf-Angeboten – und sind sie noch so verlockend – Zeit. Schlafe darüber. Erst wenn du in Ruhe und Gelassen JA sagen kannst. Dann sage es: aber zu 100% und sonst ein klares NEIN, ohne wenn und aber! Stehe zu deinem Entscheid von ganzem Herzen.

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    • Holger Eckstein

      Ja

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  3. Susanne Christmann

    Es gibt m.E. einen eklatanten Widerspruch zwischen Ethik, Moral und Business. Vor allem in der Industrie. Wie soll ich Marketing, sprich Verkauf, betreiben und das in einem hart umkämpften Markt, ohne monetären Hintergrund? Hier gibt es eben in der Realität große Unterschiede, was ich „bewerben“ oder „verkaufen“ will: Eine Dienstleistung ist etwas anderes, als z.B. Soft- und Hardware. Obwohl ich privat z.T. damit hadere sehe ich im Moment keinen Ansatzpunkt, dies auf ein anderes, ethisch vertretbares Level zu hieven. Esoterik und der Wille, zu geben und andere teilhaben zu lassen reicht da eben nicht. Dieses Modell funktioniert in der Industrie definitiv nicht. Oder höchstens bei großen Konzernen, die sich, oft zum Schein, die „Charity-Mütze“ aufsetzen, im Hintergrund aber Guerilla-Marketing betreiben. Sorry, ich sehe hier keinen Weg…

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    • Holger Eckstein

      Ich sehe das so: Es gibt verschiedene Weltsichten / Wertewelten / Bewusstseinsebenen, auf denen sich Menschen befinden und durch sie hindurch sie die Welt wie durch eine Brille betrachten.

      Die materielle Weltsicht will Geld, Erfolg, Höchstleistung, Gewinnen, Status, Prestige, Image und Anerkennung.

      Die selbstsensible Weltsicht will Harmonie, Balance, Gleichberechtigung, Ökologie, Nachhaltigkeit, Hinwendung nach innen, Emotionale Sensibilität usw.

      Und eine noch tiefer sinnorientierte, integrale Weltsicht will das größte Gesamtwohl für alle/s, authentischen Ausdruck der eigenen Tiefe, die die Tiefe von allen/m berührt, und dass alle Weltsichten einen angemessenen Platz haben, anstatt sich gegenseitig zu bekämpfen usw.

      Und je nachdem aus welcher Brille wir schauen, sind auch ein anderes Marketing und ein anderer Verkauf (Mindset + Methoden) für uns stimmig.

      In der modernen Industrie (materielle Weltsicht) kannst Du nicht viel Land gewinnen mit Mindsets + Methoden, die zu weit weg liegen von den in dieser Weltsicht bevorzugten.

      Die selbstsensible Weltsicht sieht die materielle als falsch und gefährlich an und will ihr deshalb gar nicht weiterhelfen. Lieber baut sie sich ihre eigene Gegenwelt dazu auf.

      Die noch tiefer sinnorientierte, integrale Weltsicht will beides verbinden und noch mehr… Sie will anschlussfähig sein an beide und sie dennoch öffnen und hinführen, so gut es geht, zu einer noch tiefer stimmigen Welt- und Selbstsicht (tief sinnorientiert + integral).

      Mich interessiert, wie Marketing + Verkauf auf dieser Ebene stimmig funktionieren.

      In der modernen Ebene heißt das „möglichst viel Umsatz mit den Methoden, die dazu führen“.

      In der selbstsensiblen heißt das oft „Geld an sich ist nicht das Ziel / nicht gut für den Charakter – lieber mit einfachen natürlichen Mitteln friedvoll leben, das ganze Außen tut der Welt zu weh, aus dem Spiel lieber mehr raushalten“.

      Und aus der tieferen, integralen Sicht heißt das „dem größten Gesamtwohl aller dienen – mit den Methoden, die das ermöglichen, und die im Einklang sind mit den Prinzipien des All-Einen“.

      Hier werden moderne Methoden wieder Platz haben, aber mit einem anderen Mindset. Und vieles, was die selbstsensible Sicht hervorgebracht hat, wird ebenfalls seinen Platz bekommen – aber mit einem Mindset, der offener dem Außen und der Materie und dem Geld gegenüber ist als das in der selbstsensiblen Sicht oft ging und geht.

      In den letzten Tagen habe ich z.B. Dirk Kreuter, Christian Bischoff und Stefan Frädrich live erlebt – alle sind sie Top-Trainer. Und jeder hat eine etwas andere Weltsicht. Bei Dirk Kreuter schlägt die modern-materielle Sicht noch am meisten durch – wenn das sehr deutlich wird, verliert er mich (auch wenn er zu vielen Verkaufsmethoden usw. viel Gutes zeigt und lehrt!!). Christian Bischoff ist in den letzten Jahren noch tiefer geworden – sein sportlich-rotes Stirnband (Symbol für Erfolg, Sportanalogie von Höchstleistung) ist seiner blanken natürlichen Stirn gewichen – ein äußerer Fortschritt zu mehr Integralität. Und das nehme ich auch an seinem Innen wahr – das ist richtig tief und gut, was er da macht. Am Ende macht er echt tiefe Transformation, obwohl er das anders (modern-materiell) nennt („Mach Dein Ding“). Ich selbst sehe für mich auch einen Platz in dieser Gruppe von „Top-Trainern“: Kreuter, Grundl, Schäfer, Höller, Bischoff, Frädrich usw. Nur dass da, wo sie für Verkauf, Führung, Geld, Motivation und Selbstvertrauen stehen, ich für das Thema Sinn einstehen will. Plus ich merke, dass ich das Thema auch noch tiefer „sinn-integral“ erfüllen und darbringen will (bis hin zu Marketing + Sales!) als das die Kollegen bis heute aus meiner Sicht komplett verkörpern.

      Ich halte es daher für notwendig und wertvoll, wenn wir a) uns unserer eigenen Weltsicht bewusst sind und b) unsere Produkte und Geschäftsprozesse das 1 A widerspiegeln. Und wenn wir in unserer eigenen Branche für unsere sinn-integrale Sicht noch kein voll glaubwürdiges prominentes Referenzbeispiel haben, müssen wir uns das selbst kreieren und es für andere werden, die uns nachfolgen … 😉

      Ich freue mich sehr über Eure Rückmeldungen hier im Chat und darüber, dass wir diese für mich schon längst fällige Diskussion jetzt hier mal führen … 😉

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  4. Dirk Bräutigam

    Lieber Holger,
    herzlichen Dank für diesen Denkanstoß. Vor 2 Jahren bin ich auch in ein Coaching eingetreten um meine Finanzen auf ein höheres Level zu schießen. Mit dieser Motivation bin ich angetreten und wie ich vermute, tun das 96,7% aller Menschen. Doch dann passierte das Wunderbare, ein Buch kam in mein Leben. Ein Buch von Neal Donald Walsch “ Gespräche mit Gott“. Das hat meine Sicht der Dinge komplett gewandelt und tut´s weiterhin. Ich seh es mittlerweile ganz einfach so: Marketing ist wichtig um gehört zu werden. So lange du die „Schmerzknöpfe“ bei Jemanden drücken kannst, sind diese Knöpfe da und wollen aufgelöst werden. Du gibst und empfängst Alles gleichzeitig. Du hilfst Deinem Gegenüber zu geben und gibst ihm. Da wir Alle Eins sind, geben wir auch uns selbst. Allein die Motivation bestimmt den Charakter der Tat. Ich weiß, daß Du aus reinem Herzen handelst und nicht aus Gier. Ohne die nötigen materiellen Mittel könntest Du auch diese Berufung nicht tragen. Mach weiter so! Mach mehr Geld als Du je ausgeben kannst, ich wünsche, dass Du dann noch größere Dinge auf die Beine stellst. Aus diesem Grund leben wir als Schöpfer in einem materiellen Universum.
    Liebe Grüße
    Dirk

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    • Michael Holz

      Hallo Dirk,

      ich finde Deinen Kommentar zum Thema großartig und zu 100 % treffend.
      Besser hättest Du auch meine Gedanken und Erfahrungen dazu gar nicht beschreiben können. Auch ich hatte mich vor etwa 6 Jahren bei einem sogenannten Intensiv-Seminar in Berlin von dieser – mir brutal erschienenen Art und Weis – losgesagt, das Seminar abgebrochen …. und bin anschließend weiter mit meiner Arbeit als Unbekannter auf keinen grünen Zweig gekommen.
      Ich bin ebenfalls ein „Messenger“, wie Neale D. Walsch unsere Lebensaufgabe benennt, ich kenne die Regeln, nach denen das Spiel des Lebens abläuft – und auch die Wege heraus aus dem Dauerschlaf des Unbewusst-Seins in die Freude des bewussten Erschaffens.
      Diese Kenntnisse und Erfahrungen werde ich ab sofort den Menschen anbieten, die sich noch immer hinter ihrer Angst und ihrem Schmerz verstecken.
      Und das will ich so kommunizieren, dass die Menschen ihren Schmerz und die Folgen ihrer Verweigerung deutlich erkennen und spüren können.
      Dann wissen sie zumindest, dass sie nicht alleine sind, dass sich nichts verniedlichen lässt – und dass es Helfer und Hilfe gibt.
      Danke! Du hast mich gerade aus meinem erneuten Zweifeln geweckt.
      Namasté
      Michael

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      • Holger Eckstein

        Hallo Michael – schön, wenn Dirk das bei Dir und jetzt hier in dieser Diskussion für Dich hat tun können. Mein Eindruck ist, uns alle bewegt das Thema ganz schön: „Wie vermarkte ich so, dass es wirklich mit meinen tiefen Sinn-Prinzipien im Einklang ist (und nicht z.B. Ausdruck von zu einseitig materiellem Bewusstsein, Geldgier o.ä.)?“ Wir können das alles hier gemeinsam ko-kreieren, vom Mindset bis zu den Methoden … Ich denke, das braucht es … damit wir Sinn-Macher der Welt das ungehindert geben können, was wir ihr jetzt hinzuzufügen haben…

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    • Holger Eckstein

      Lieber Dirk, ja, das hast Du sehr stimmig auf den Punkt gebracht, meine ich auch. Jetzt interessiert mich, diese Grundhaltung noch sehr praktisch und konkret zu überführen in die ganz konkreten Tools, also z.B. „Wie genau verkaufen und – vor allem – wie nicht (Methoden, Taktiken, Tools)?“ Es ist zwar so, dass dasselbe Tool – mit verschiedenen Mindsets angewendet – Verschiedenes bewirkt, aber es gibt auch viele Tools, die an sich schon nur zu bestimmten Mindsets passen, zu anderen nicht. Nimm das Beispiel Verknappung (scarcity) – es ist erwiesen, dass es Verkäufe deutlich steigert. Weil auch unsere Kunden nun mal Angst / das Ego in sich haben. „Was genau ist die tiefst-stimmige Haltung im Umgang mit dieser Angst und dem Tool der Verknappung?“ Das auf dieser konkreten Ebene noch exakt zu klären, zieht mich an …

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      • Dirk Bräutigam

        Lieber Holger, die Taktik der Verknappung ist ein gängiges Marketing- Tool , da es bekanntlich sehr gut funktioniert. Ich denke dass in diesem Falle genauso die 2 Motivationen zum tragen kommen.
        1. Ich will mich bereichern und soviel wie möglich Profit erwirtschaften.
        2. Ich will meinem Gegenüber die Entscheidung erleichtern, entweder kaufen bis zu einem kurzfristig gesetzten Termin, oder eben nicht.
        Der erste Punkt wird wohl die Motivation der meisten Marketer sein. Oft findet man die selben Angebote noch Wochen nach dem Ablauf der Frist. Das ist in meinen Augen blanke Verarschung und ich weiß was ich davon halten darf.

        Der zweite Punkt bezieht sich auf meinen Gegenüber, ich drücke den Schmerzknopf der Entscheidung, er selbst hat die Wahl. Nach Ablauf der Frist gibt es keine wiederholte Chance.
        Mein Tipp an Dich, mach es so einfach wie möglich und behalte das große Ganze im Fokus. Denke daran: Allen Menschen recht getan, ist eine Kunst die niemand kann.

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  5. Merciana

    Hey, Holger, ich bin ganz bei dir. Die Festung was mich zurück hälst weiter zu kommen ist eben die dünne Gratwanderung zwischen „Helfen-und dafür belohnt werden“ oder „Ach, ziehe ich nicht Geld aus der Tasche der Leuten?“

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    • Holger Eckstein

      Ja – und eine Lösung scheint sich mir anzubieten: Wir sind NICHT im Marketingbusiness, sondern im Matteringbusiness! D.h.: Wir geben Content nicht erst dann raus, wenn wir was verkaufen wollen, sondern wir geben Content an viele frei raus und sind in persönlichen Beziehungen mit unseren Interessenten, und die, die tiefer gehen wollen, kaufen sich etwas. Und unsere Content Delivery geht weiter … Sally von Sallys Welt macht das auf YouTube z.B. großartig vor, finde ich: Herzlich Dich mit deinen Leuten verbinden, Inhalte liefern, und denen, die tiefer gehen wollen, das liebevoll bieten.

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  6. bruno birri

    Ich denke, wichtig wäre, endlich Namen zu nennen. Doch dann hat man die Anwälte am Hals. So wie im Web verkauft wird, ist ein echtes Problem. Ich kenne mehrere Fälle, wo die Leute ihre letzten Cents zusammen kratzen oder sogar ein Darlehen aufnehmen und dann erreichen mich solche Aussagen.

    ******
    > Ich stellte fest, dass es zu viele Marketer gibt die auf nur eines bedacht sind. Das eigene Portemonnaie. Dies mit der Strategie, Du musst nur an Deinem Mindset arbeiten und dann kommt alles gut. Die Leute werden förmlich in die Insolvenz getrieben.
    ******

    Das Mindset ist nur dann ein Problem, wenn man nicht vorwärts kommt. Dann beginnen die Zweifel.

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    • Holger Eckstein

      Ja. Mir scheint, Mitgefühl ist die wichtige Basis und der gemeinsame Nenner, auf den unsere Diskussion hier hinausläuft: Also dass man als Marketer eben nicht nur das eigene Wohl, sondern das aller Beteiligter und Betroffener im Sinn hat. DIESES Mindset scheint die Basis zu sein, und dann nutzt man Tools, Methoden, operatives Handwerk in Marketing und Sales aus dieser Einstellung heraus …

      Reply
      • Sylwia

        Ich sehe das genauso Holger wie Du!
        Wir müssen „die Mitte“ finden aus unserem inneren heraus.
        Ich sehe vor allem, bei vielen Erfolgreichen „das verdrehte Ziel“… Sich als höchstes Ziel zu setzen „1 Million im Monat“ zu verdienen und dann überlegen, „wie bekomme ich die Kunden, damit ich auf diesen Umsatz komme. Wenn ich den Menschen dabei helfe, fühle ich mich umso besser“ finde ich persönlich als verdreht.
        Sich das höchste Ziel aus dem Herzen heraus, aus Liebe und zum Wohle der Menschheit zu setzen (und nicht sich selbst und eignen Portmonnaie an erste Stelle setzen) „ich möchte den Menschen wirklich helfen“ und dann die Tools dazu anwenden, die heute zur Verfügung stehen um sich und eigene Produkte der Welt zu zeigen ist meines Erachtens der richtiger Weg.
        Und den Verkauf eben so ausrichten, dass es immer zum Wohl aller Beteiligten ist! Das die Entscheidung aus der inneren Wahrheit und Stimmigkeit hervor geht!
        Ich bin sehr froh, dass wir uns hier darüber austauschen können!
        Bin gespannt… 🙂
        Ich wünsche Dir weiterhin für Deine Entscheidungen eine gute Führung aus Deinem inneren heraus (Deiner inneren Stimme)!

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        • Holger Eckstein

          Ja, Sylwia, ich sehe das alles genauso wie Du. Und es freut mich, wenn es Dich erleichtert, dass wir das hier offen diskutieren. Ich finde das auch wertvoll …

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  7. Markus

    Hallo Holger,

    ja die Gedanken kommen mir auch öfter. Und die Lösung ist nicht so einfach. Ich war heute ebenso auf der Contra, fand die Verkaufselemente hier eher moderater, bei anderen Veranstaltungen habe ich schon ganz andere Sachen erlebt. Aber dennoch kann man einige Marketing- und Verkaufstechniken erkennen.

    Bei Deinen Angeboten kommen ja auch durchaus Elemente vor, allerdings deutlich moderater und angenehmer (z.B. Verknappung, Kurs nur X Tage buchbar, was Du ja auch zusätzlich begründest).

    Letztlich stellt sich mir auch die Frage, wie in einer Welt, die immer kurzlebiger ist, in der unsere Aufmerksamkeit immer härter umkämpft wird und wir vielleicht auch dazu neigen immer mehr Dinge auszublenden, vielleicht auch um uns hierdurch zu schützen, wertvolle und sinnvolle Produkte authentisch angeboten werden können ohne mit zuvielen „Techniken“ die Menschen mehr zu überreden als zu überzeugen.

    Produkte zu verkaufen, nur um im Aftersell erst die richtige Lösung zu höheren Preisen dazu anzubieten lehne ich ab, finde ich nicht seriös.

    Ich glaube teilweise tritt bei uns Menschen inzwischen sowas wie ein Gewöhnungseffekt an das Un-Normale ein, der dann aber eine Art Maßstab darstellt. Man kennt das z.B. aus der Lebensmittelindustrie: Wer längere Zeit Nahrung zu sich nimmt mit größeren Anteilen an Geschmacksverstärkern, dem schmeckt die natürliche Nahrung zunächst gar nicht mehr, obwohl sie mit Abstand gesünder wäre. Verdrehte Welt, oder?

    Letztlich bleibt der eigene Weg wohl eine Art Balanceakt, wenn wir ihn möglichst authentisch zu unseren eigenen Werten gehen, sollte das langfristig am besten für alle sein.

    Weiterhin viel Erfolg!
    Markus

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    • Holger Eckstein

      Spannend!

      Ich denke 1., dass jeder von uns seine Art hat, im persönlichen Gespräch sicher zu stellen, dass er einen anderen auf eine Art überzeugt, die wirklich stimmig ist (fürs Ganze). Das, denke ich, sollte die Grundlage eines sinnvollen Marketings sein – also dass man das Gesamtwohl beider Beteiligter von Beginn an primär im Sinn hat. Ich gebe, Du bekommst – Du gibst, ich bekomme – und dieses Geben und Nehmen zwischen uns beiden in beide Richtungen bereichert a) uns beide und b) alle, die davon ausgehend anders berührt und bereichert werden können als bisher.

      2. meine ich, dass wir als Sinnmacher die Aufgabe haben, in einer sich schneller drehenden Welt so etwas zu sein wie das Auge in der Mitte des Orkans – ruhig, in der Tiefe seiend, klar, haltgebend und tiefstmöglich sinnvolle Richtung und Orientierung gebend. Das, was wir in unseren Inhalten sind und geben, sollte im Marketing genauso sein. Wo also der Interessent unsicher ist, führen wir ihn zu seiner (!) inneren Ruhe und Mitte, wo seine Entscheidung klar ist. Anstatt ihn zu verführen zur Erfüllung unseres Bedürfnisses (ob das mit seiner Tiefe im Einklang ist oder nicht) führen wir ihn zu seiner tiefsten Wahrheit über die Entscheidung, ob er kaufen will oder nicht. Wir machen uns zum Verbündeten seiner tiefsten Wahrheit – und dadurch hat er zu uns tiefstes Vertrauen. Fühlt sich zuhause, wenn er mit uns im „Verkaufsgespräch“ ist. Aus klassischem Verkauf wird dann eine Art „Ich führe Dich zu Dir selbst und zeige Dir, was Du jetzt wirklich willst“-Kommunikation. Letztlich ist das auch eine Behandlung aller Einwände, aber keine die „trickst“, sondern eine die zur Wahrheit führt. Das bedeutet auch, wir machen unser wahres Angebot – und wollen, dass nur die es nehmen, die es wirklich aus ihrer Tiefe jetzt wollen. Dazu gehört Urvertrauen – dass es genug sein werden und dass unser Angebot gut genug für ihre Mitte ist, und dass es uns gelingt, sie zu ihrer Mitte hin zu führen.

      Was meint Ihr … ?

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  8. Sascha Peric

    Lieber Holger,

    vielen Dank für dein spontanes Live-Video. Leider verspüre ich ebenso wie du bei vielen Veranstaltungen diese innere Diskrepanz. Das führt mich eben auch immer wieder vor die Frage, „wie“…macht man es anders. Es scheint als entwickelten „wir“ dafür aktuell noch den Weg.

    Meine übelste Erfahrung dazu war ein Event das rund um den Motivationsredner Nick Vujicic (ohne Arme und Beine / Tetra-Amelie-Syndrom) in Erfurt veranstaltet wurde. Nick war top! Alles andere drum herum oberflächlicher Verkaufscontent, welcher total überflüssig war und den ganzen Flair rund um Nick zunichte gemacht hat. Das Geschäft schien für den Veranstalter jedoch ganz gut gewesen zu sein. Ein gutes Gefühl hat er nicht hinterlassen!

    Es gibt einige sehr schöne Beispiele in der Welt. Besonders betonen sollte man selbst immer was man zurück gibt. Wenn man gutes Geld im Internet-Business verdienen kann, sollte man auch immer einen ordentlichen Teil spenden und gute Projekte / Menschen fördern. Damit hat man schon viel ausgesagt, finde ich und die Motivation Geld zu machen wächst von innen heraus.

    Wenn man die Grenze überschreitet spürt man es. Das sollte man sich dann dreimal überlegen. Alles andere ist wie du schon angedeutet hast „Führung“ und diese darf man auch nicht durch zuviel Angst blockieren.

    In dem Sinne einen guten Vertrieb 😉

    Sascha

    Reply
    • Holger Eckstein

      Hi Sascha, Du sprichst hier etwas sehr Wichtiges an, meine ich. Ich habe dieselbe Erfahrung gemacht wie Du: Man spürt, wann das eigene Maß erfüllt ist, ab wann es „fader“ wird, noch mehr Geld oder Besitz einfach nur für sich persönlich zu haben. Wenn das eigene Maß „voll“ ist, beginnt man, sich dafür zu interessieren, wie man sein Überfluss-Geld sinnvoll für noch mehr als nur sich selbst einsetzen kann. Das ist der Moment, wo wir Investoren werden – und zwar Investoren für den guten Zweck, fürs Ganze, für das Wohl des Lebens. Wenn ein Vertrieb sich dessen von Beginn an bewusst ist, wird er nicht notwendigerweise aufs maximale Geldverdienen (z.B. „Umsatz extrem“) abzielen – es sei denn, die Absicht dahinter wäre, das Überfluss-Geld zum Wohl des Ganzen zu verwenden. Und selbst dann wird es uns in den Methoden, die wir in Marketing und Vertrieb verwenden, ein Anliegen sein, auch da schon zum Wohl des Ganzen zu handeln. Spannend – wir kreieren hier gerade „das neue Business“, das ganzheitliche, sinnvolle Business … Das freut mich sehr, das mit Euch hier so zu diskutieren 🙂

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  9. andreas

    hallo
    ja das ist ein rießen thema
    ein grund warum ich noch nicht wirklich angefangen habe
    da macht einer ein webinar
    verspricht das dann der gekaufte kurs die lösung ist
    mann denkt ist echt günstig
    mann kauft
    und dann halt schließe den verkaufsprozess nicht ab
    um wirklich erfolgreich zu sein brauchst du dann noch das
    das das kostet dann locher mal das dreifache
    so will ich nicht arbeiten
    dieses nachkobern kotzt mich an

    Reply
    • Holger Eckstein

      Ja, das ist ein gutes Beispiel für eine Verkaufstaktik und Produktkonzeption, wie ich sie auch ablehne. Einfach weil sie nicht transparent und klar und verbindlich ist, sondern „immer noch mehr“ versucht rauszuleiern … nee, so nich!

      Reply
    • merciana

      Na ja, da ich weiß dass es gängiger Praxis ist, kotzt mich das nicht an.
      Manchmal kaufe ich das Upsell doch schaue das mal an, und gibt es dann zurück. Bei allem ist doch die 30 Tage Garantie?
      Das Problem leider bei Allem, es geht nicht ohne Investition. Am Meisten in sich selbst…
      Aber ja richtig ich habe die Erfahrung gemacht dass ich Kurse kaufe, dann doch überwältig worden weil ich die Illusion hätte alles lernen zu wollen, ohne Zeitkonto zu führen…man muss den Mut haben für einen Kurs und Richtung zu entscheiden, ggf. mehr in dieser zu Investieren…
      Viele Grüße, Merciana

      Reply
  10. Sylwia

    Lieber Holger,

    mir geht es genauso…

    Auf der einen Seite verstehe ich den Gedanken der Egos von den Erfolgreichsten „am Ende werden die Leute nicht bereuen, denen wird ja geholfen“ gut. Wenn denen wenigstens wirklich geholfen wird… Der Verstand lässt sich alles mögliche erklären (man kann alles schön reden um den Gewissen zu beruhigen ;-))…

    Auf der anderen Seite, was ich auch von Neale Donald Walsch gelernt habe, geht es darum, die Menschen in der Tiefe zu berühren, mit Liebe. So kann man sie erreichen und gewinnen. Möglicherweise stellt sich der (finanzielle) Erfolg auf dauer gesehen etwas später an…?

    Die Frage ist, ob die Menschen denn jetzt so weit sind um das zu verstehen, was wir ihnen vermitteln wollen?

    Ich sehe, dass die meisten Menschen oft „blind“ den Erfolgreichen hinterher laufen und hungrig nach dem Erfolg suchen ohne zu wissen, wer sie wirklich sind, ohne zu wissen, dass sie lebenslang in einer Illusion leben. Es scheint schwierig zu sein als „unbekannter, kleiner“ sie zu erreichen, denn sie folgen den bekannten und erfolgreichen! Möglicherweise nehmen sie „den kleinen“ nicht wirklich wahr, nicht ernst…

    Du Holger bist schon bekannt und Erfolgreich! Du hast die Chance sie zu erreichen und tief im Herzen zu berühren, sie „nach Hause“ zu führen.

    Lass mich wissen, wie Du das für Dich gelöst hast 🙂

    Herzliche Grüße
    Sylwia

    Reply
    • Holger Eckstein

      Liebe Sylwia, ich sehe das wie Du. Und ich bin sicher, dass wenn wir sie in Liebe tief berühren und sie uns vertrauen, dass sie dann schnell nicht länger den „Erfolgsbringern“ nachlaufen, sondern zu uns kommen. Jedenfalls dann, wenn ihre Seele schon offen genug dafür ist. Und nur die brauchen wir, weil nur für die sind wir die „Richtigen“. Ja, meinen Platz sehe ich auch da – nicht nur bei denen, die schon sehr offen sind, zu helfen (das tue ich auch), sondern jetzt auch noch viel mehr als bisher dahin zu gehen, wo Menschen sich zwar angezogen oder gerufen fühlen von etwas in ihrer Tiefe, aber wo sie noch nicht greifen können, was das Wunderbares für sie entfalten wird – und sie dahin zu führen …

      Reply
  11. Andreas

    Solche Runden neigen leider oft dazu, dass darüber debattiert wird, was (absolut gesehen) richtig oder falsch ist, moralisch oder ethisch vertretbar.

    Und dabei ist wohl den wenigsten bewusst, wieviele Ansichten anderer sie beeinflusst haben, was als richtig oder falsch angesehen wird.

    Soviel vorweg zu „sollte unser aller Ziel sein“. Die Welt „da draußen“ kümmert sich (zum Glück) nicht darum, was sie alles sollte.

    Persönlich wünsche ich mir Marketing, das nicht mehr verspricht, als das Produkt oder die Dienstleistung leisten können. Wenn dann noch ein Rabatt am Ende des Webinars gegeben wird – auch gut.

    Langfristig ist vermutlich eine Strategie wie die von Jay Abraham am erfolgreichsten, wenn man für den Kunden zum „Trusted Advisor“ wird, also ein echtes Vertrauensverhältnis aufbaut. Das lässt sich mit Tricks kaum machen, glaube ich.

    Reply
    • Holger Eckstein

      Super Kommentar, Andreas. Danke Dir!

      Reply
  12. Claudia Kappe

    Ich höre seit letztem Sommer unzhlige Webibnare zum online-Marketing. ich starte erst dann, wenn ich als Persönlichkeit erkennbar bleibe, alles andere sisnd nur Geldmaschinen. Und um als Coach dies zu können, brauchth man selber einen Coach, der diese Werte teilt.

    Reply
    • Holger Eckstein

      Das klingt gut, Claudia.

      Reply
  13. Margarita Celedonio

    Lieber Holger,
    Vielen Dank dass Du mit uns deine Gedanken zu dem Thema Marketing teilst.
    Ich schließe mich Simone und Jens an.
    Ihr kennt bestimmt auch den Begriff: Business mit Herzen oder Herzensbusiness.
    Marketing gibt uns Werkzeugen, die wir bewusst mit Liebe einsetzen können, um Menschen zu helfen, ihre Bedürfnisse zu decken.
    Geld dabei zu ver-dienen ist nur eine natürliche Konsequenz daraus, ein Energieausgleich für unsere Hilfestellung.
    Schließlich kommunizieren wir nur weniger als 5% bewusst. Unsere Absichten werden unbewusst vermittelt und vom Kunden unbewusst empfangen. Es ist unsere Verantwortung, diese wertvolle Instrumente zum Dienen der Höchsten Absicht einzusetzen, zum Wohlergehen aller Beteiligten.

    In Liebe und Dankbarkeit

    Margarita

    Reply
    • Holger Eckstein

      Ja, Du sprichst mir aus der Seele.

      Reply
  14. Simone und Jens

    Lieber Holger,
    Du sprichst hier etwas an, was uns auch seit Jahren immer wieder beschäftigt, nicht nur im Online- sondern auch im Offline-Marketing. Da wir Dich und Deine ehrliche, authentische Art und Deine kompetente Arbeit sehr schätzen, lieber Holger, möchten wir Dir hier zeitnah dazu antworten.
    Die Psychologie ist das eine, doch Deine Absicht, die dahinter steht, ist das Entscheidende oder?
    Wenn wir die Absicht wirklich aus unserem Herzen heraus treffen, dem Interessenten zu helfen, gewinnt (Online))marketing eine neue Qualität-
    Statt der weitverbreiteten Frustration, sollte unser aller Ziel sein, der höchsten Absicht zu dienen!
    Von Herzen alles Liebe, Simone und Jens

    Reply
    • Holger Eckstein

      Ihr beide – Euch begegne ich im Moment oft und gern. Ich habe da so eine Idee … bitte kontaktiert mich gern einmal per Mail, bin gespannt was Ihr zu der Idee sagt.

      Reply
    • Dirk Bräutigam

      Das gefällt mir : DER HÖCHSTEN ABSICHT DIENEN.
      vielen Dank und liebe Grüße
      Dirk

      Reply

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Holger Eckstein – Der Sinn-Experte

Holger Eckstein hilft Sinnsuchern, Sinn zu finden … Sinnmachern, den Sinn ihres Lebens in Form eines zutiefst authentischen und sinnerfüllenden Businesses erfolgreich in die Welt zu bringen … und sinnorientierten Leadern, eine Kultur von größtmöglicher Sinnorientierung in ihren Unternehmen und Verantwortungsbereichen zu etablieren. 

Seine Bücher und Videos, Webinare und Vorträge, Seminare und Coachingangebote berühren Menschen tief und zeigen, wie er in seiner Hingabe an die Welt aufblüht. Er gilt als Leuchtturm und Wegweiser – als ein spiritueller Mensch, der dank seines weltlichen Hintergrunds und Auftretens Zielgruppen für das Sinnthema erschließt, die sich sonst dafür nicht interessieren würden. Sinnsucher, Sinnmacher, Sinnleader und andere Interessierte wachsen dank seinem Geleit immer mehr in Ihre Wahre Grösse als Mensch und Führungsverantwortliche hinein – zum Wohl von sich und allem, was sie berühren.